Glokaler Ort Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid e. V.

 

 


Dr. Abdallah Abdallah, Chefarzt der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen // Ali, Afghanistan/Pakistan, Elbinstitut Hamburg // Ulrike Altmeyer, Projekt "Soziale Teilhabe" am Diakoniewerk Gelsenkirchen/Wattenscheid // Arefa, Afghanistan, Elbinstitut Hamburg // Emrecan Ata, Werkstoffprüfer, Elbinstitut Hamburg // Sergej Beskrownych, Mathematik- und Physikdozent am Elbinstitut Hamburg // Mioara Boboc, EU-Neuzuwanderung - Interkulturelle Nachbarschaft am Diakoniewerk Gelsenkirchen/Wattenscheid // Admir Bulic, Fachbereichsleiter der Integrationsagentur der AWO Gelsenkirchen/Bottrop // Jana Echterhoff, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention FIAP // Dagmar Eckart, Leiterin der Gleichstellungsstelle der Stadt Gelsenkirchen // Karim, Afghanistan/Iran, Elbinstitut Hamburg // Kerstin Knuth, Ausländer- und Flüchtlingsbüro am Diakoniewerk Gelsenkirchen/Wattenscheid // Dr. Massimilano Livi, Projekt "Selektivität und Mehrdeutigkeit in Arbeitskulturen" am Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen // Heike Lorenz, Einrichtungsleiterin des Diakoniewerks Gelsenkirchen/Wattenscheid // Hakim Mahmoudi, Elbinstitut Hamburg, Bundesfreiwilligendienstleistender, Abendschüler // Pfarrer Ernst Udo Metz, Theologischer Vorstand am Diakoniewerk Gelsenkirchen/Wattenscheid // Christoph Meyring, Elbinstitut Hamburg, Abteilungsleiter Unterricht, Sprachwissenschaftler // Bärbel Orlowski, Task Force, Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete, Adenauerallee Gelsenkirchen // Claudia Quirrenbach, Projekt "Migrantinnen in regionalen Arbeitsmärkten", Evangelischer Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid // Torsten Scheibenzuber, Bereichsleiter Personal der Sparkasse Gelsenkirchen // Pfarrer Matthias Siebold, Trinitatis-Kirchengemeinde Buer, Evangelischer Kirchenkreis Gelsenkirchen/Wattenscheid // Shir, Pakistan/Afghanistan/Iran, Elbinstitut Hamburg, Schneider im Iran // Lisa Winkler, Elbinstitut Hamburg, Persönliche Referentin von Barbara Seibert, Medien- und Politikwissenschaftlerin 

Moderation: Barbara Seibert, Leiterin des Elbinstituts Hamburg


Zeugen und Zeuginnen der Zeitgeschichte
Schlüsselerlebnisse von Geflüchteten als politische Botschaft


Am 11. Oktober 2018 fand sich eine kompetente Runde im Wissenschaftspark Gelsenkirchen zum ersten Glokalen Tisch zusammen: Neben den Partner*innen in diesem Projekt, Pfarrer Ernst Udo Metz und Diakonin und Einrichtungsleiterin Heike Lorenz, beide vom Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V., konnte Elbinstitutsdirektorin Barbara Seibert den Chefarzt der Evangelischen Kliniken und weithin bekannten Senologen Dr. Abdallah Abdallah sowie den Personalchef der Gelsenkirchener Sparkasse, Torsten Scheibenzuber, Dr. Maximiliano Livi vom Institut für Stadtgeschichte und zahlreiche weitere Persönlichkeiten begrüßen.

Das vorab zwischen Elbinstitut und Diakonie besprochene Thema sollte sich mit persönlichen Schlüsselerlebnissen Geflüchteter beschäftigen und mit der Frage, wie diese als politische Botschaft für Entscheider hierzulande eigeordnet werden könnten. Um eine gewisse Anonymität zu wahren, hatte sich eine Gruppe junger Geflüchteter des geografisch etwas entfernteren Hamburger Orientierungskurses bereit erklärt, aus ihrem Leben zu berichten. Zunächst aber entwickelte sich unter den Stichworten „offener und subtiler Rassismus“ eine lebhafte Debatte, die schon jetzt in die Frage nach den Adressat*innen des Projektes mündete. Dieser Aspekt verstärkte sich im zweiten Teil dieses Glokalen Tisches und Fragen nach konkreten Zugängen vom vorpolitischen in den politischen Raum immer deutlicher: Die Politik soll Adressat der Ergebnisse sein, um damit auch bundesweit Signale über die schon weit entwickelte und erfahrene Einwanderungsgesellschaft Gelsenkirchen zu senden, und gleichzeitig muss es um eine differenzierte Debatte gehen, die auch bereits vorhandene Formate wie Nachbarschaftsgespräche mit aufnimmt.

Und so ist denn auch die entscheidende Grundlage des gesamten Vorhabens die Tatsache, dass in der Stadt und insbesondere im diakonischen Raum mit der glokalen Kompetenz in relativ kurzer Zeit mit präzisen Ergebnissen für Politiker*innen gerechnet wird; auch darüber fand bereits eine konkrete Verständigung statt. Als nächstes wird nun das Elbinstitut aus den Tischprotokollen ein Eckpunktepapier erstellen, welches Grundlage für ein auf vier Monate angelegtes Projekt bildet. Mit dem Abschluss des Projektes kann im März gerechnet werden. (BS)