„Die Verkehrssicherheit auf Schulwegen hat für uns hohe Priorität“

Für viele Fragen an den Vizepräsidenten der Polizei Hamburg, Wolfgang Brand und zu einer munteren Debatte trafen sich am späten Nachmittag des 21. Juni die zwei Preisträger*innen Brigitte Stange, Christian Stimming und als junger Gast seine zwölfjährige Tochter Maya. Eine dritte Preisträgerin musste leider absagen. Mit dabei im Elbinstitut: Tewelde Okbe und Hakim Mahmoudi, Andrea Rehme und Barbara Seibert.

Wolfgang Brand hatte sich eigens zwei Stunden seiner Zeit genommen, um wiederum mit Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen, ihre Meinungen und Einschätzungen aufzunehmen. Und diese waren gut vorbereitet, zunächst mit Fragen nach möglichst hoher Verkehrssicherheit vor allem für Rad fahrende Kinder und Jugendliche auf ihren Schulwegen. Ja, diesem Thema müssen wir ganz besonders hohe Aufmerksamkeit widmen, so Wolfgang Brand. Allerdings ist die Polizei kein Stadtplaner und auch in diesem Bereich muss noch viel mehr für die Sicherheit vor allem junger Verkehrsteilnehmer*innen getan werden.  

Ein weiteres Thema war dann die tatsächliche und gefühlte Sicherheit und dort vor allem auch das teilweise unterschiedliche Empfinden von Geflüchteten und Aufnahmegesellschaft. Während die einen im Gespräch am Tisch zu viele Kontrollen, ja auch selbst erlebtes "racial profiling" gegenüber Geflüchteten kritisierten, wies der Vizepolizeichef mit über 40 Jahren Erfahrung bei allem Verständnis für individuelle Härte gleichwohl auf die originären Aufgaben der Polizei als Hüter tatsächlicher staatlicher Sicherheit hin.

Und auch G20 und Drogenszenen waren zentrale Themen und am Ende noch die Frage nach Ausbildungsmöglichkeiten für Einwanderer bei der Polizei: Sie seien bei entsprechender sprachlicher und sportlicher Eignung willkommen, vor allem angesichts des anstehenden Generationenwechsels und der durch die Politik beschlossenen Erhöhungen von Stellen. „Das Gespräch mit Ihnen war sehr interessant für mich", so verabschiedete sich Wolfgang Brand mit einem gefüllten Notizzettel in der Hand von seinen Gesprächsteilnehmer*innen und die drei Preisträger des schwierigen "Wettbewerb des Wissens" am 3. Juni bestätigten dies gerne auch von ihrer Seite.

Da Barbara Seibert sich zu Beginn des Gesprächs die Genehmigung der Teilnehmer*innen für eine Bandaufzeichnung und einen längeren Bericht hatte geben lassen, kann in der nächsten Zeit an dieser Stelle ein weiterer, ausführlicherer Text über dieses Bürgergespräch veröffentlicht werden. (BS)