Glokaler Ort Institut für Interkulturelle Kommunikation der Universität Hildesheim

Thema "Stories - Integration und Desintegration unter den Bedingungen der Glokalisierung"

Malin Bertram, Studierende // Antje Börchers, Studierende // Marisa Bruhin, Studierende // Yue Cao, Studierende // Samira Chouaib, Lernende im Sprachkurs // Aliye Dilek, Studierende // Ha-My Dinh, Studierende // Ida Eggers, Studierende // Caroline Finke, Studierende // Norina Fischer, Studierende // Mathis Göcht, Studierender // Felix Hampel, Berlin. Kulturwissenschaftler/Philosoph. Freiberuflich im Bereich Ausstellungsmanagement // Renas Ibrahim, Lernende im Sprachkurs // Shayar Khalbash, Lernende im Sprachkurs // Kersi Kurti, Lernende im Sprachkurs // Xenia Lieder, Studierende // Hakim Mahmoudi, afghanische Herkunft/Hamburg. Bundesfreiwilligendienstleistender Elbinstitut // Kathrin Mrochen, Studierende // Nawal Msellek, marokkansiche Herkunft/Hildesheim. Doktorandin und wissenschaftliche Angestellte am Institut für Interkulturelle Kommunikation // Mariam Mustafa, Lernende im Sprachkurs // Dr. Steffi Nothnagel, Leipzig. Sozialwissenschaftlerin. Universität Hildesheim // Tewelde Okbe, eritreische Herkunft/Hamburg. Studierter Agrartechniker Bundesfreiwilligendienstleistender Elbinstitut // Dayana Prziwara, Studierende der Universität Hildesheim // Andrea Rehme, Geografin, Projektkoordinatorin Elbinstitut // Lisa Johanna Schlien, Studierende // Laura Schwarz, Studierende // Barbara Seibert, Geografin, Leitung Elbinstitut Hamburg // Abdulrahem Zaitoun, Lernender im Sprachkurs.

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Steffi Nothnagel

Leitung Glokale Orte und Moderation: Barbara Seibert

 

Stories und ein neuer glokaler Echoraum

Am 25. April 2018 fand der erste Glokale Tisch an einer norddeutschen Universität statt, am Institut für Interkulturelle Kommunikation in Hildesheim. Dort bietet die Dozentin Frau Dr. Steffi Nothnagel im Sommersemester das Hauptseminar „Analyse und Vermittlung: Migration und Integration“ als glokalen Ort an. Die Besonderheit: Studierende der Stiftung Universität Hildesheim und in jüngerer Zeit nach Deutschland zugewanderte Absolventen*innen eines Sprachkurses unter Leitung der Doktorandin und Dozentin Nawal Msellek arbeiten Woche für Woche am Seminarthema zusammen. Und als ihre Vorgabe stellt Frau Msellek denn auch gleich zu Beginn fest: „Deutschland ist meine neue Heimat. Das Land gibt mir viel Freiheit, zu tun, was ich möchte, aber ich muss hart dafür arbeiten. Geschenkt bekommen wir hier nichts“, so die gebürtige Marokkanerin.

Für das Seminar bildete der Glokale Tisch einen lebendigen Auftakt, an dem auch viel gelacht wurde. Zu Beginn stellte Geografin und Initiatorin Barbara Seibert den Begriff „Glokalisierung“ vor, bevor die über 25 jungen Menschen zahlreiche aus ihrer Sicht positive und negative Seiten einer global-lokalen Entwicklung kritisch unter die studentische Lupe nahmen; dabei reflektierten sie auch persönliche Wissensdefizite über das Leben, Ein- und Ansichten der neuen Bürger*innen in Deutschland.

In anschließenden kleinen glokalen Gesprächsgruppen wurde der Gedankenaustausch noch weiter intensiviert und da kamen schon an diesem ersten Tag der gemeinsamen Gespräche zahlreiche Einzelaspekte zu Wort, von Essensgewohnheiten, über das Thema sinnvoller oder kontraproduktiver „Hilfe“, die Differenzierung zwischen Normalität und Künstlichkeit, vom Tragen modisch oder kulturell begründeter Kopftücher bis hin zur Diskussion über „Der Islam gehört zu Deutschland“: In den vier Runden und einem weitere Plenum fanden Studierende und Lernende nach anfänglicher wechselseitiger Vorsicht im Umgang schnell im lebhaftem glokalen Gedankenaustausch zusammen.

Dies freut vor allem die Dozentin: „Endlich haben wir in einem Seminar nicht nur den theoretischen Diskurs, sondern können ihn und das praktische Leben gemeinsam mit Denjenigen diskutieren, die sonst nicht zu Wort kommen. Ich hoffe, dass dies die Studierenden aktiviert, das Seminar durch eigene Beiträge engagiert mitzugestalten“,  sagt Steffi Nothnagel und nickt, als Barbara Seibert von der Zeitenwende spricht, in der wir leben: „Dies ist anstrengend, gleichzeitig aber haben wir viele Chancen und alles wird einfacher, wenn wir die gesellschaftliche Glokalität als Realität anerkennen. Sie haben hier die Chance, mit zwei Wochenstunden dafür ausgewiesene Experten*innen zu werden. Bleiben Sie dabei!“, so die aufmunternden Abschlussworte der Direktorin des Elbinstituts an die Plenumsrunde.

Und danach sieht es auch aus: Sätze wie: „Kommst Du nächstes Mal auch? Ja, wie schön, dann bis nächste Woche!“, waren zur Verabschiedung vielfach zu hören.

Schon jetzt freuen wir uns auf die Abschlussveranstaltung mit Präsentationen. Sie findet voraussichtlich am 11. Juli 2018 statt. (BS)