„Glokale Orte“ freut sich über die erste Abschlussveranstaltung!


Studiengang „Internationales Informationsmanagement“ an der Stiftung Universität Hildesheim

Studierende des Seminares „Stories über Integration und Desintegration“ präsentieren ihre Ergebnisse

Pünktlich zum Ende des Sommersemesters trafen sich die Teilnehmer*innen des Seminares unter Leitung von Dr. Steffi Nothnagel und Nawal Msellek im Fachbereich Interkulturelle Kommunikation gemeinsam mit Fellows des Elbinstituts und weiteren Gästen zu einer Veranstaltung mit vielseitigen Themen: Über „Kochen“, „Musik“, „Sprachlosigkeit“ und dem „Kopftuch in Hildesheim“: Studierende präsentierten ihre in Gruppen aus Teilnehmer*innen der Aufnahme- und Einwanderungsgesellschaft gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse.

In jedem Vortrag wurde dabei deutlich, dass der „glokale Tisch“ zu Beginn des Seminares entscheidende Impulse zur Debatte und insgesamt dem Mut zur Zusammenarbeit gegeben hatte. Er stiftete ein Erstvertrauen, auf dem die Fellows in ihrer Arbeit dann weiter aufbauen konnten. Und sie taten es, mit viel Bereitschaft zu Mobilität zum Beispiel in Form von Straßenbefragungen über das Tragen von Kopftüchern durch mehrsprachige Teams oder dem Einsatz wissenschaftlicher Methodik in der vermeintlich alltäglichen Verrichtung des Kochens. Im Vortrag „Musik“ spielte das Instrument Saz eine zentrale Rolle und die wieder einmal gewonnene Erkenntnis der vielseitigen Möglichkeiten von Musik als Brückenbauerin.

Das Thema Sprachlosigkeit beleuchtete unter dem Stichwort „Stories“ unter anderem  verschiedene Alltagssituationen so eingängig, dass der jüngste Gast der Veranstaltung, die 16-jährige Gymnasiastin Arefa aus Hamburg sich am nächsten Tag sofort erinnerte: „Als eine ältere Frau von Frau Zahara (Name ist erfunden), einer Kopftuchträgerin, im Verlauf eines kurzen Gesprächs gefragt wurde, welche Erfahrungen sie aus dem zweiten Weltkrieg erinnert, verließ diese wortlos den Bus“. Sprachlosigkeit kann auf vielerlei Weise entstehen, auch durch Unwissenheit über alltägliche Gepflogenheiten.

Den Abschluss bildete der Satz einer Studentin, die sich „eine schöne Integration“ wünscht. Besser kann man es nicht ausdrücken – auch jenseits der Wissenschaft. (BS)