Glokaler Tisch "Digitalisierung"



Ein „Glokaler Ort“ mitten in Sachsen: Am 27. März 2018 fand in Bautzen die Eröffnung der Initiative mit einem „Glokalen Tisch“ zum Thema „Digitalisierung“ und der Gewinnung von IT-Nachwuchs statt. 

Dafür brachten Hakim Mahmoudi und Tewelde Okbe mit Projektleiterin Andrea Rehme das Symbol der gesellschaftlichen Initiative, den eigens angefertigten Tisch vom Hamburger Elbinstitut in die Oberlausitz und den großen Tagungsraum des Bautzener Hotel Best Western. Dort fanden sich für sechs Stunden intensiver Debatte 18 fachkundige Bürgerinnen und Bürger der Stadt ein, allen voran Oberbürgermeister Alexander Ahrens, weiterhin Jan Budar, Direktor der Stiftung für das Sorbische Volk, von außerhalb Dennis Doering, Head of Talent Management beim Global Player Itelligence, Prof. Sven Geisel, Studiengangleiter Wirtschaftsinformatik der Staatlichen Studienakademie Bautzen und als Vertreterinnen der Neubürger die Buchhalterin Frau Dawara und die Lehrerin Frau Abed Raboh aus Syrien. Die Namen der gesamten Runde finden Sie auf der linken Leiste zusammengestellt.  

Weil das Thema eine bestmögliche Vernetzung seiner Einzelaspekte erfordert, sah die Tagesordnung von Institutsleiterin Barbara Seibert die Möglichkeit einer intensiven Verkettung von Einzeldebatten der vielseitigen Experten*innen in Plenum und Arbeitskreisen vor: Unter den raumgebenden Überschriften „Strategie“, „Operative“, „Methodik“ und „Soft Skills Bautzen“ sondierten die Teilnehmer*innen fünf Stunden lang intensiv die Eckdaten eines Masterplanes zur Gewinnung und fachlichen Selbstentwicklung glokalen IT-Nachwuchses in und für Bautzen. Denn diesen braucht der aufstrebende Standort intelligenter Produkte dringend und setzt dabei auf Einheimische und Migranten*innen inklusive Geflüchteter: „Wir machen uns Sorgen um die Stadt, wenn wiederholende Berichterstattung über einzelne rechte Aktionen junge Leute aller Herkünfte verscheucht“, so die einhellige Einschätzung der Runde.

Dem soll nun aktiv entgegen gewirkt werden und so konnte sich das Ergebnis am späten Nachmittag denn auch sehen lassen: Auf Grundlage einer geografisch orientierten Standortanalyse, gelang der glokalen Runde bereits eine detaillierte Matrix, aus der das Team des Elbinstituts nun ein Konzept zur gemeinsamen Entwicklung des geplanten Masterplanes gestaltet. Erklärtes inhaltliches Ziel dabei ist die Installation eines Raumes zur wechselseitigen Kompetenzgewinnung mit so interessanten Komponenten wie unter anderem „creativer Zerstörung“ zum Kennenlernen von IT-Innenwelten, so Experte Henry Flack. Überhaupt spielte das Prinzip „Erst Hinterfragen – dann Machen“ eine zentrale Rolle während dieser intensiven Stunden in guter Atmosphäre und dem kann auch der Oberbürgermeister gut folgen: „Eine solche Initiative brauchen wir hier in Bautzen, mit vielen unterschiedlichen Experten*innen, Alt- und Neubürger*innen an einem Tisch, die gemeinsam etwas umgesetzt bekommen“ so die abschließenden Worte von Alexander Ahrens zu Initiatorin Barbara Seibert und er sagte auch gleich noch seine weitere konkrete Unterstützung zu. Auf dieser Basis wird das Team des Elbinstituts nun eine so zeiteffiziente wie inhaltlich präzise Agenda aufstellen, damit der glokalen Runde das gemeinsam verabredete Vorhaben gelingt, bis Ende August einen Masterplan zu entwickeln.

„Wir sind gespannt darauf, wie es weitergeht“, so die einhellige Reaktionen der Teilnehmer*innen im Feedback.

Barbara Seibert