„Manche Leute haben Angst vor uns“

Auf Einladung der FDP-Fraktionsvorsitzenden Katharina Blume traf sich am 10. April in Hamburg Altona eine kleine glokale Runde zum gemeinsamen Gedankenaustausch. Ausführlich besprachen die Fraktionskollegen*innen Alexandra Gräfin Lambsdorff, Holger Meyer und Geschäftsführerin Christiane Thörl mit ihren Gästen aus dem Elbinstitut zunächst die Frage, warum so viele Menschen trotz sinkender Kriminalitätsraten ein subjektives Unsicherheitsgefühl haben. Wichtigste Gesprächspartner dabei waren Hakim Mahmoudi und Tewelde Okbe: Sie betonten die Bedeutung von Zugängen in das Arbeitsleben, weil man sich dort am besten kennenlerne und zudem dem Staat nichts koste; gleichzeitig zeigten sie auf, wie schwierig sich diese Wege gerade für Geflüchtete häufig gestalten. Schnell war sich die gesamte Runde einig darin, dass Arbeit gleichwohl der wichtigste Faktor für ein gelungenes gesellschaftliches Miteinander von Einheimischen und Zuwanderern ist und dafür bürokratische Hürden abgebaut werden müssen; dies gelte insbesondere auch für Zugänge in Ausbildungen. Und: Gerade in Deutschland definiere man sich eben sehr über Arbeit und wer keine habe, der bliebe ein Außenseiter; wenn er dann zudem auch noch „fremd“ aussehe, könne dann leicht auch Unsicherheit oder gar Angst entstehen. Davon aber war in dieser Runde keine Spur zu finden und so lud Katharina Blume die beiden jungen Männer zum Abschluss denn auch herzlich ein, sich an politischen Debatten zum Beispiel in ihren Veranstaltungen zu beteiligen. (BS)