Sitzung des Flüchtlingsausschusses am 10.04.2018

Gleich ein ganzer Ausschuss für Flüchtlingsfragen unter Leitung von Dr. Ingo Lembke (Bündnis 90/ die Grünen) tagte am frühen Abend des 10. April am glokalen Tisch des Elbinstituts: Gerne hatte Institutsleiterin Barbara Seibert einer Anfrage gerade dieses Sonderausschusses der Bezirksversammlung Hamburg Altona entsprochen und empfing gemeinsam mit dem Leiter des Sprachbereichs im Elbinstitut, Christoph Meyring, Referentin Lisa Winkler und sieben Fellows die 23 Mitglieder aller Fraktionen zum glokalen Gespräch über die Tätigkeit des Elbinstituts und das Projektthema „Sicherheit“ im Rahmen der Initiative „glokale Orte“.

Dazu war zudem Carsten Storm als bürgernaher Polizeiexperte des PK25 erschienen; in seinem Statement unterstrich er die Notwendigkeit von Begegnungen zwischen Zuwanderern und der Polizei und dass er und seine elf Kollegen im Revier durch eigene tägliche Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Menschen vielen Unsicherheiten bei Einheimischen entgegen wirken könne: Bürgernahe Beamte sollen und dürften sich die Zeit zum Gespräch nehmen und seien auf diese Weise nicht nur sichtbar lebendiger Teil des Sicherheitskonzeptes der Hamburger Polizei, sondern vor allem auch vertrauensbildend und mit Detailkenntnissen unterwegs. Und so verwies Storm die politische Runde denn auch ganz konkret auf den Zustand eines örtlichen Marktplatzes, der mit nur wenig baulichem Aufwand ein richtig guter Treffpunkt für Einheimische und Zugewanderte werden könnte.

Anschließend entwickelte sich eine muntere Frage- und Antwortrunde, in der nicht nur die Tätigkeit des Elbinstituts, sondern auch bundespolitische Fragen auf den Tisch kamen: Eine brennende seitens der Fellows nach Integrationskursen für Afghanen mussten die Bezirkspolitiker*innen an andere Gesprächspartner*innen verweisen. Fragen bezüglich Praktika und Arbeitsaufnahme hingegen konnten mit Hinweis auf eine entsprechende Messe und die Handwerkskammer konkret beantwortet werden.

Und eines zeigte die Begegnung zwischen den Fellows und Entscheidern der Politik deutlich: Viel häufiger sollte miteinander, statt übereinander gesprochen werden. Auch das Konzept des Elbinstituts wurde den Ausschussmitgliedern klarer, und, dass „hier bereits jetzt Themen zur Sprache kommen, die uns künftig noch sehr beschäftigen werden“, so Ingo Lembke in seiner abschließenden Bedankung an das Team des Elbinstituts und seine Fellows – die schließlich die eigentlichen Schützlinge dieses Ausschusses sind.  (BS)